Die von Erika Kronabitter (literatur:vorarlberg) kuratierte Bespielung der James-Joyce-Passage (2021 von Frauke Kühn, Literaturhaus Vorarlberg, initiiert) zeigt auf, wie spannend literarisch-künstlerische Interventionen im städtischen Raum sein können. Die Interventionen zeigen ungewöhnliche wie innovativ-spielerische Zugänge zu Literatur und Sprache, die Passage öffnet sich nach einem Schwerpunkt zum Schaffen des irischen Schriftstellers James Joyce einer größeren Bandbreite literarischer Themen.
Aktuell ist in der Passage die Installation ‚DADA, DASS‘ der Autorin Veronique Homann zu sehen. Des Weiteren hören Sie Texte verschiedener Autor:innen, welche sich mit dem Thema „zusammen wachsen“ beschäftigen und damit auf das heurige Jubiläum der Stadt Feldkirch „Feldkirch einhundert“ Bezug nehmen.
Die literarisch-künstlerische Intervention „DADA, DASS“ von Veronique Homann entlehnt ihrem Gedicht „NÄHER/AM NÄCHSTEN/ZU NAHE“ aus dem Lyrikheft Ave Paria (edition tagediebin, 2024 in Wien). Um zusammen wachsen zu können, ist der respektvolle Umgang miteinander und untereinander notwendig. Das Pflaster auf dem Plakat symbolisiert Heilung und Trost: Um zusammen wachsen zu können, ist es zuallererst notwendig, zusammen zu heilen. Die literarisch-künstlerische Intervention von Veronique Homann möchte im öffentlichen Raum als ein Pflaster fungieren, das sich auf offene, alte Wunden legt und gleichzeitig gemahnt, keine neuen, frischen Wunden in die Welt zu setzen.